Jahresbericht der Stiftung Orgelklang (im Jahresbericht der Stiftung KiBa)

Mit einer Gesamtsumme von 1,14 Millionen Euro hat die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) im Jahr 2025 bundesweit 103 Projekte gefördert. Das geht aus dem umfangreich illustrierten Jahresbericht hervor, der unter anderem alle Förderprojekte, die Aktivitäten der Stiftung KiBa und ihre Ein- und Ausgaben im vergangenen Jahr beinhaltet – ebenso wie die der Stiftung Orgelklang.

Die Stiftung Orgelklang, eine Unterstiftung der Stiftung KiBA, widmet sich dem Erhalt und der Wiederherstellung historischer Orgeln in evangelischen Kirchengebäuden in ganz Deutschland. Der Vergabeausschuss beriet im vergangenen Jahr über 33 Anträge mit einem beantragten Volumen von rund 441.200 Euro. Insgesamt konnten Fördergelder in Höhe von 216.000 Euro (inklusive Projektspenden) für 19 Kirchengemeinden zugesagt werden.

Die geförderten Projekte verteilen sich über das gesamte Bundesgebiet, darunter Schwerpunkte in Thüringen (z. B. Hohndorf, Lichtenau), Sachsen (z. B. Grünhainichen), Bayern (Altdorf) und Brandenburg (Burxdorf-Mühlberg). Die geförderten Aktivitäten reichten von der Reinigung und Wartung über komplexe Restaurierungen bis hin zur Rekonstruktion historischer Gehäuse und Pfeifenwerke.

Mehr als nur Kennzahlen

Die Zukunft von Kirchen werde vielerorts neu verhandelt, so Ralf Meister, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers. „Was über Jahrzehnte selbstverständlich schien, steht zur Disposition“, schreibt er im Vorwort des Jahresberichts, der von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegründeten Stiftung, deren Vorstand er vorsitzt. Das zeigt sich beispielhaft an einer Reportage über die Dorfkirche in Deetz (Landkreis Stendal). Dort wird geschildert, wie die Sanierung einer Kirche gemeinschaftliches Engagement gerade in ländlicher Region nachhaltig beleben kann. Auch der Erhalt der Dorfkirche in Deetz war nicht gewiss. „Nahezu alle Landeskirchen befinden sich in Prozessen der Gebäudebedarfsplanung“, so Landesbischof Ralf Meister. „Lange wurden Kirchen vor allem nach ihrer Funktion für die kirchliche Praxis beurteilt. Heute reicht ihre Bedeutung darüber hinaus“. Auch für die Stiftung KiBa bedeute das: „Jede Förderentscheidung wirft Fragen auf, die sich nicht allein mit Kennzahlen beantworten lassen.“

Präsentiert werden auf 114 Seiten außerdem die Menschen, die dahinterstehen: das Team rund um Geschäftsführerin Dr. Catharina Hasenclever im Stiftungsbüro in Hannover, der Vorstand der Stiftung und der Förderverein. 

Die Stiftung Orgelklang der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) präsentiert in jedem Monat eine „Orgel des Monats“. In diesem Jahr fördert sie 16 Projekte in einem Gesamtumfang von 75.000 Euro (bzw. 241.000 Euro inkl. Projektspenden). Seit 2010 hat sie mehr als 300 Förderzusagen für rund 1,7 Millionen Euro gegeben (bzw. fast 2,6 Millionen Euro inkl. Projektspenden). Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.stiftung-orgelklang.de.